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Über Lernschwierigkeiten

Dein Kind kommt in vielen Fächern gut mit. Ist clever, aufgeweckt, wissbegierig. Aber ausgerechnet bei Zahlen oder Buchstaben  scheitert es immer wieder.

Stundenlang üben bringt nichts. Die Fehler bleiben. Die Frustration wächst.

Und irgendwann kommt dieser Gedanke: "Irgendwas stimmt nicht mit mir."

Als Eltern zerreisst uns das.

Wir fragen uns:

  • Hat mein Kind keinen Bock?

  • Ist es zu faul?

  • Oder ist es wirklich eine Lernstörung?

  • Warum ausgerechnet mein Kind?

 

Diese Unsicherheit ist belastend.

 

Aber wichtig ist: Du bist nicht allein – und dein Kind auch nicht!

Was sind Teilleistungsstörungen?

Dyskalkulie und Legasthenie sind keine Schwächen. 

Sie sind neurologische Besonderheiten.

Das bedeutet:

  • Dein Kind ist nicht dumm

  • Dein Kind ist nicht faul

  • Dein Kind lernt anders: das Gehirn   verarbeitet Zahlen oder Buchstaben anders  

 

Die Forschung zeigt:
Bei Dyskalkulie und Legasthenie werden bestimmte Gehirnbereiche anders aktiviert. Die Vernetzungen funktionieren anders. Dadurch müssen andere Bereiche stärker arbeiten, um das auszugleichen.

Das kostet enorm viel Energie! Aber hier ist die gute Nachricht: Mit gezielter Unterstützung kann sich das ändern.

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Dyskalkulie - Rechenschwierigkeit

Wenn Zahlen zur Qual werden

Rechnen ist extrem komplex. Was passiert im Gehirn?

Ein einfaches Beispiel:

Anna hat 3 Äpfel. Sie bekommt 2 dazu. Wie viele hat sie jetzt?"

Zum Lösen der Aufgabe muss das Gehirn:

- Den Text verstehen (Sprachverarbeitung)

- Ein mentales Bild aufbauen (visuell-räumliches Denken)

- Die Symbole 3 und 2 als Mengen erkennen

   (Mengenverständnis) 

- "Bekommt dazu" mit Addition verknüpfen

- Die Rechnung durchführen (3+2)

- Alles im Arbeitsgedächtnis zwischenspeichern

Bei Dyskalkulie funktioniert diese Vernetzung nicht automatisch. 

Kinder mit Dyskalkulie können mathematische Kernkompetenzen nicht alleine entwickeln. Sie brauchen mehr Zeit, mehr Wiederholungen, einen klaren Fokus und vor allem: gezielte Unterstützung und Förderung.

Woran erkennst du Dyskalkulie?

  • Das Interesse an Zahlen fehlt während den Kindergarten und/oder Vorschuljahren

  • Dein Kind zählt immer noch mit den Fingern (auch in höheren Klassen)

  • Es versteht Mengen nicht intuitiv (z.B. dass 5 mehr ist als 3)

  • Rechenaufgaben dauern ewig – ohne sicheres Ergebnis

  • Es macht immer wieder dieselben Fehler

  • In anderen Fächern läuft es gut – nur Mathe nicht

Legasthenie - Lese/Rechtschreibschwierigkeit

Wenn Buchstaben tanzen

Lesen und Schreiben lernen braucht viele kleine Schritte:

- Buchstaben mit Lauten verknüpfen

- Laute mit Buchstaben verknüpfen
- Laute zusammenziehen

- Laute zu Wörtern zusammensetzen

- Wörter erkennen und verstehen
- Wörter zu einem Satz zusammenfügen und lesen können

- Und dann auch noch verstehen und verarbeiten was man liest

und das ist natürlich nur ein kleiner Auszug...
Bei Legasthenie funktioniert das Erlernen des Lesens
und/oder der Rechtschreibung deutlich schwerer.

Woran erkennst du Legasthenie?

Beim Lesen:

  • Dein Kind liest langsam, stockend, buchstabierend

  • Es verwechselt viele Buchstaben 

  • Laute werden schwer oder garnicht zusammengezogen

Beim Schreiben:

  • Buchstaben werden verdreht oder ausgelassen

  • Fehler dominieren das Schreiben

  • Schreiben ist extrem anstrengend

und noch ein paar wichtige Fakten:
  • etwa 3–7 % aller Kinder haben eine Rechenstörung 

  • etwa 3–5 % aller Kinder haben eine Lese/Rechtschreibstörung

  • je früher man mit der Förderung beginnt, desto leichter hat es das Kind

  • Geschwisterkinder sind oft betroffen

  • Schutz ist wichtig: frühe Diagnose und gezielte Förderung fördert positive Lernerfahrungen

  • Lernstörungen treten oft zusammen auf: 30-40% haben sowohl Dyskalkulie als auch Legasthenie. 10% haben sowohl Dyskalkulie als auch ADHS.

  • Legasthenie wird bei mehr Jungen wie Mädchen diagnostiziert

Was macht das mit unserem Kind?  
Stell dir vor:

Du strengst dich jeden Tag an

Du gibst alles

UND TROTZDEM KLAPPT ES NICHT.

Das hinterlässt Spuren: Selbstzweifel wachsen, Selbstwertgefühl sinkt, "Ich bin dumm" wird zum inneren Glaubenssatz, Schulangst kann entstehen, körperliche Symptome folgen.
 

Und das Schlimmste: Oft wird es nicht erkannt weil Kinder gut im Kompensieren sind. Das Kind kämpft still vor sich hin.

Was macht das mit uns Eltern?   

Wir sehen, dass unser Kind kämpft. Wir wollen helfen, aber wissen nicht wie.

Selbstzweifel kommen auf:

Mache ich etwas falsch?

Gebe ich zu viel Druck?

Üben wir zu wenig?

AUCH WIR SIND VERUNSICHERT.

Image by Juliana Barquero
Die gute Nachricht: Es gibt einen Weg

Dyskalkulie und Legasthenie sind keine Intelligenzfragen!

Mit der richtigen Unterstützung können Kinder (und Erwachsene) Rechnen, Lesen und Schreiben lernen – auf ihre Art.

Wie läuft die Unterstützung konkret ab?

1. Beratungsgespräch:

Kennenlernen. Was wurde bisher unternommen? Welche Unterstützung erhält das Kind? Wurde eine Abklärung gemacht?

2. Förderdiagnostik:

Eine Lernstandsanalyse wird zusammen mit dem Kind gemacht. Wo genau steht das Kind? Wo müssen wir ansetzen? Was kann es schon?

3. Förderplanung:

Ein gezielter Plan wird erstellt: Bei was besteht Handlungsbedarf? Wo starten wir? Die Feinplanung ermöglicht dann einen gut strukturierten Förderansatz mit ausgewählten Übungen, Spielen, Erklärungen und dem lerntherapeutischen Ansatz um das Selbstbewusstsein des Kindes zu stärken. 

4. Verlaufskontrollen und Standortgespräche:

Regelmässige Kontrollen ermöglichen einen guten Überblick über den Fortschritt. Gespräche mit den Eltern bieten Raum für Austausch.

Dieser ganze Prozess ist ein Marathon, kein Sprint!

Aber dein Kind kann es mit der richtigen Hilfe schaffen!

Kontaktiere mich gerne bei Interesse

Parschientschstr. 8

7212 Seewis Dorf

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teresa@thelearningtherapist.com

Tel: +41 (0) 79 428 4810

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